Grenzlandgarten – Ein neuer Sitzplatz entsteht

Quelle

Der Grenzlandgarten soll einen neuen Sitzplatz bekommen. Dafür legen die Paasens eine Pergola aus Edelkastanienholz an.

Einladender Vorgarten

Kletterpflanze namens „Rosenkleid“

Kletterpflanze namens „Rosenkleid“

Schon der Vorgarten präsentiert sich in toller Pracht und wirkt ausgesprochen einladend. Zwei Annabelle-Hortensien leuchten schon von weitem und geschwungene Buchshecken bilden den Rahmen für viele Beetrosen und Lavendelbüsche. An kleinen Rosenobelisken ranken hübsche Kletterpflanzen empor mit dem Namen „Rosenkleid“. Dahinter verbirgt sich Rhodochiton atrosanguineus, eine mehrjährige Pflanze aus Mexiko, die allerdings nicht winterhart ist. Bei uns wird sie meistens im zeitigen Frühjahr aus Samen vorgezogen. Auffällig sind die röhrenförmigen Blüten und die glockenförmigen Kelchblätter, die noch lange nach den eigentlichen Blüten ihre Farbe behalten. Das Rosenkleid bleibt attraktiv bis in den Oktober hinein.

Hinter dem Haus gibt es einen idyllischen Staudengarten im englischen Stil und am kleinen Teich schließt sich das rustikale Gartenhaus an. Dahinter gelangt man zum herrlichen Gemüsegarten. Das Besondere ist, dass der Garten inzwischen ein Gemeinschaftsprojekt ist, bei dem auch die drei Söhne mitmachen. Sven etwa hat einen „Männergarten“ nach seinen Vorstellungen geschaffen: Üppige Staudenbeete in Kombination mit Rosen. Gerade Kanten und Wege hat er angelegt und einen schönen Sitzplatz mit Gartenbank. Doch etwas hatte ihn gestört: Eine üppige und breit gewachsene Thuja wirkte deplatziert.

Der neue Sitzplatz

Die Thuja wurde inzwischen gefällt und der Wurzelstock ausgegraben. An deren Stelle soll mit Vater Goswins Hilfe ein Sitzplatz entstehen. Um dem Ganzen einen Rahmen und eine Grenze zu geben, sind rund um den Platz alte Dachziegeln zu zwei Dritteln eingegraben worden. Dazwischen wird nun eine wasserdurchlässige Folie ausgebreitet und mit Heringen fixiert, auf dieser Folie wird Pinienrinde verteilt. Gegenüber gewöhnlichem Rindenmulch aus Fichte habe Pinienrinde den Vorteil, dass es langsamer verrottet und nicht so häufig erneuert werden muss, verrät Goswin Paasen. Außerdem sieht es auch gut aus.

Zuvor schon waren sechs Kastanienpfähle ringsum eingegraben worden und an den oberen Enden haben Vater und Sohn jeweils mehrere Kastanienruten befestigt. Die werden nun über Kreuz miteinander verbunden, sodass eine Pergola entsteht. Das Holz der Edelkastanie (Castanea sativa) gilt als sehr dauerhaft und verrottungsfest, lässt sich allerdings auch leicht spalten. Deswegen müsse man beim Einschlagen der Pfähle sehr vorsichtig sein, sagt Goswin Paasen. Die Paasens haben Kastanienholz auch an anderen Stellen im Garten verwendet, zum Beispiel für hübsche Staketenzäune. Die Pergola soll unter anderem durch eine hübsche, gelbblühende Ramblerrose eingehüllt werden. Die Sorte ‘Malvern Hills‘ gehört zu den wenigen Ramblern, die mehrmals blühen und stammt vom englischen Züchter David Austin. Zwei antike Eisenstühle und ein Tisch komplettieren den neuen Sitzplatz im „Männergarten“.

Die Hühnerschar der Paasens

Gleich in der Nähe des neuen Sitzplatzes, hinter einem Staketenzaun, leben die Hühner der Paasens. Sie werden unter anderem auch mit allen möglichen Gemüseresten aus dem Garten bestens versorgt. Der Stall besteht aus einem umfunktionierten Bauwagen, im Hühnerauslauf befindet sich auch der große Komposthaufen. Goswin Paasen verrät, dass die Hühnerschar aus mehreren Rassen besteht, die er auf einem Wochenmarkt in der Nähe erstanden hat. Zu finden sind hier sehr zutrauliche Sussexhühner, außerdem Brahma und Marans. Letztere legen wunderschöne rostbraune Eier und stammen aus der Region um Marans in Westfrankreich.

Hochbeet aus Kastanienholz

Hochbeet

Angelika Paasen erläutert die Bauweise des Hochbeetes.

Um nicht nur am Boden, sondern auch in angenehmer Arbeitshöhe Gemüse und Blumen ziehen zu können, wurde ein großes Hochbeet angelegt. Angelika Paasen verrät, dass auch hierfür Edelkastanienpfosten verwendet wurden. Die 140 cmlangen Hölzer wurden rund 60 cm tief in den Boden eingegraben und mit einem umlaufenden verzinkten Draht fixiert. Für die nötige Stabilität sorgen weitere Drähte, die innen alle 80 cmquer gespannt sind. Mit den Kastanienpfosten lässt sich die Form des Hochbeetes sogar individuell gestalten und den Gegebenheiten anpassen. Es muss nicht immer rechteckig sein.

Das Hochbeet ist innen mit einer Folie ausgekleidet, und befüllt wurde es mit dem sandigen Gartenboden. Es besteht hier also keine Gefahr, dass er zu sehr vernässt. Der Boden wurde bewusst nicht bis zum oberen Rand aufgefüllt. So kann im Frühjahr eine Folie drüber gespannt werden und aus dem Hochbeet wird so ein Frühbeet. Angelika Paasen hat auch etliche Kapuzinerkressen ins Hochbeet gepflanzt, die nun malerisch herabhängen.

Quelle

Rosen im Kübel

Quelle

Kletterrosen sind nicht geeignet als Kübelpflanzen, dafür alle Zwerg,- Halb,- und Hochstamm-Sorten, so wie Kaskadenrosen. Grundsätzlich lieben Rose die Sonne und sind nicht für reine Schattenplätze geeignet. Der Kübel für eine Rose sollte mindestens 40 Zentimeter Durchmesser und 50 Zentimeter Höhe haben, damit die tiefwurzelnde Pflanze ein paar Jahre im Kübel bleiben kann. Ideal ist eine zylindrische Kübelform für einen guten Wasserabzug.

Rosen richtig pflanzen

Unten im Topf sollte mit Blähton eine Drainageschicht gelegt werden. Darüber kommt dann eine gute Kübelerde. Ideal ist eine strukturreiche Rosenerde, die ganz nach dem Bedürfnis der Pflanze die richtige Menge an Dünger freigibt. Rosen benötigen die richtige Pflanztiefe. Dabei sollte die Veredlungsstelle mindestens drei Zentimeter unter die Erde gepflanzt werden. Zusätzlich sollten Sie noch einen Zentimeter tiefen Gießrand mit einrechnen. Stellen Sie Rosenkübel nie auf Untersetzer, sondern auf Leisten oder Tonfüße. Bei Untersetzern besteht die Gefahr der Staunässe, was Rosenwurzeln gar nicht mögen.

Rosane Rosenblüte mit Biene

Die Königin der Gartenblume ist auch geeignet als Kübelplfanze auf Balkon und Terrasse.

Die richtigen Begleiter für Rosen

Ob im Kübel oder im Beet: Für Rosen gibt es ideale Begleitpflanzen. Das sind Stauden wie Katzenminze, Glockenblumen, Lobelien oder Bergbohnenkraut. Im Kübel ist ein guter Tipp, die Stauden in ihren Töpfen beizupflanzen. So können sich die Stauden nicht zu sehr ausdehnen und die Rosen behalten ausreichend Platz für ihre Wurzeln. Lavendel ist nicht geeignet als Rosenbegleiter. Denn Lavendel mag es genau umgekehrt wie die Rose: Lavendel mag es trocken und nährstoffarm.

Quelle