Traumgarten in luftiger Höhe

Quelle

Ein Traumgarten muss nicht immer zu ebener Erde liegen. Die Beliebtheit von Dachgärten und -terrassen ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm gestiegen. Das sind die Vorteile einer Dachbegrünung.

Dachgarten © BGL

Ein herrliches Plätzchen hoch über den Dächern der Stadt – und trotzdem grün. Kein Wunder, dass die Beliebtheit von Dachgärten weiter steigt
© BGL

Hitzeschutz im Sommer – Wärmeisolierung im Winter

Dachgärten und begrünte Dächer verbessern zu jeder Jahreszeit den Wärmehaushalt eines Hauses. Wenn sich in den Sommermonaten die Hitze in den Beton- und Steinmassen der Stadt speichert, wirken sie wie Kühlzellen und verhindern mit ihrem grünen Mantel aus Pflanzen die Aufheizung der unter dem Dach befindlichen Räume.

Im Winter, wenn Wärme gewünscht ist, sorgen bepflanzte Dächer für eine zusätzliche Isolierung und das Innenraumklima wird auf natürliche Art reguliert.

Ökologisch durchdacht

Auch dem Umweltschutz dienen Dachgärten in vielfacher Weise. Neben ihrer schalldämpfenden Wirkung gegen Lärm aller Art werden von den Pflanzen Schadstoffe in der Luft gefiltert und Staub wird gebunden.

Gründächer bringen ein Stück Natur zurück in die Stadt und bieten Vögeln, Insekten und anderen Kleinstlebewesen einen willkommenen Lebensraum und sind gleichzeitig die optimale Ergänzung für ein nachhaltiges Regenwassermanagement. Niederschläge werden aufgefangen und fließen somit nicht ungenutzt in das Abwassersystem.

Bares Geld sparen!

Werden Dachbegrünungen fachgerecht angelegt, wirken sie für Hausbesitzer sogar als Kostenbremse: die Dachdichtung wird vor UV-Bestrahlung, großen Temperaturunterschieden sowie Hagel und Regen geschützt und die Lebensdauer des Daches wird erheblich verlängert.
Dachgarten © BGL

Mit einer sog. intensiven Begrünung bestehen beinahe die gleichen Gestaltungsmöglichkeiten wie in einem Garten zu ebener Erd
© BGL

Pflanzenwahl: Intensiv oder extensiv?

Ob ein Dachgarten oder nur eine extensive Begrünung möglich ist, hängt in erster Linie von der Tragfähigkeit des Unterbaus ab. Lassen Sie sich von einem Bautechniker und Landschaftsgärtner beraten.

Angenommen, die Anlage eines begehbaren Dachgartens ist möglich, so wird der Landschaftsgärtner eine sogenannte Intensivbegrünung mit durchwurzelungsfester Dachabdichtung und verschiedenen Erdschichten anlegen. Sie ähnelt in vielem einem ebenerdigen Garten und lässt sich ebenso individuell mit Stauden, Gehölzen und sogar Bäumen gestalten.

Eine sorgfältige Pflanzenauswahl ist allerdings ratsam, denn ein Dach ist ein außergewöhnlicher Standort: Wind und Wetter verlangen den Pflanzen einiges ab. Neben der Anlage von Staudenbeeten sowie Sträuchern, Rasen zum Spielen und Toben lassen sich sowohl kleine Bäume als auch Teiche in die intensive Dachbegrünung integrieren. Zu den hierzu geltenden Vorschriften und Auflagen fragt man am besten den Landschaftsgärtner.

Die einfachere Variante, die weniger intensiv genutzt wird, bezeichnet man als extensive Dachbegrünung. Auf speziellem Vegetationssubstrat gedeihen genügsame Pflanzen wie Gräser, niedrige Stauden, Wildkräuter und Moose. Selbst Steildächer bis zu einer Neigung von 45 Grad können extensiv begrünt und zu weithin sichtbaren Blickfängen werden, denn es gibt viele für die kargen Verhältnisse geeignete Pflanzen, die sogar Blüten entwickeln wie beispielsweise der purpurblühende Feldthymian.

Wie groß ist der Pflegeaufwand?

Vor allem in der Anfangsphase ist die Pflege sehr wichtig, um zu gewährleisten, dass sich die Bepflanzung im gewünschten Stil entwickelt. Im Frühjahr und im Herbst sollten die Abflüsse sowie die Rand- und Sicherheitsstreifen von verstopfenden Einlagerungen wie Laub und Wildwuchs befreit werden.

Extensive Dachbegrünungen sind relativ pflegeleicht und erfordern weniger Aufmerksamkeit als die intensive, die vom Pflegeaufwand her einem „normalen” Garten ähnelt und mehr Zeit in Anspruch nimmt. Wem diese Zeit fehlt, sollte sich vom Experten für Garten und Landschaft über einen Pflegevertrag beraten lassen, der dafür garantiert, dass das grüne Umfeld regelmäßig professionell versorgt ist.

Gartentipps im Juni: Nutzgarten

Quelle

Im Juni ist im Nutzgarten viel zu tun: Unkräuter müssen im Zaum gehalten werden und jede freie oder schon wieder frei gewordene Fläche kann mit Gemüse eingesät werden. Außerdem dürfen Sie auf keinen Fall vergessen, sich um ihre Tomaten und Paprika zu kümmern!

Erdbeerbeet mit Stroh abdecken

Legen Sie eine 2 bis 3 Zentimeter dicke Schicht Stroh unter ihre Erbeerpflanzen, damit sie nicht auf der Erde liegen. Das hat mehrere Vorteile: Das Mulchen mit Stroh schützt die Früchte vor Fäulnis und Krankheiten und die reifenden Früchte bleiben schön sauber und trocken. Die Mulch-Schicht hält außerdem Schnecken fern und unterdrückt das Unkraut.

Hochstämmchen in Form halten

Apfelbäume im Topf

Auf Balkon und Terrasse sollten Hochstämmchen regelmäßig in Form gehalten werden. Sie bilden immer wieder neue Triebe, die möglichst umgehend (also bevor sie verholzen) samt des Astrings an der Ansatzstelle ausgebrochen werden sollten. Auch zu lange Kronentriebe sollten regelmäßig gestutzt werden, damit sie sich weiter verzweigen und die Baumkrone schön kompakt bleibt.

Tomaten ausgeizen

Gärtner pflegt seine Tomatenpflanzen

Damit Tomatenpflanzen viele Früchte tragen, müssen Sie die Seitentriebe regelmäßig ausbrechen. Warum? Die jungen Triebe zwischen dem Haupttrieb und den Blättern, in den sogenannten Blattachseln, wachsen sehr kräftig und beanspruchen viel Raum, tragen aber nur wenig Früchte und rauben der Pflanze nur unnötig Kraft. Man schneidet sie ab oder knippst sie mit Daumen und Zeigefinger an der Entstehungsstelle ab. Wichtig ist ebenfalls das Nachbinden der Haupttriebe an Stäbe, da die Pflanzen bei starkem Wind leicht abbrechen können.

Spalierobst schneiden

Spalierobst

Im Juni wird das Spalierobst – auch Säulenobst genannt – mit einem Sommerschnitt eingekürzt. Apfel- und Birnenspaliere mit wenig Fruchtansatz sind oft übersät von Trieben, die entlang der waagerechten Äste senkrecht nach oben wachsen. Diese kosten den Baum nur Kraft. Die sogenannten „Wasserschosser“ werden ganz weggeschnitten, schwache, die noch dünn und weich sind, werden auf 3 bis 4 Augen eingekürzt. Im Laufe des Jahres bilden sich aus den schwachen Trieben Blütenknospen, die im Folgejahr Früchte bringen. Ein jährlicher Pflegeschnitt sichert eine regelmäßige Ernte, der Baum ist weniger krank, und auch die Qualität steigert sich.

Häufig bildet ein Baum auch mehr Früchte als das Laub ernähren kann. Oft entledigen sich die Bäume im Juni selber der Überzahl der Früchte, die sie nicht ernähren können. Reicht der natürliche „Junifall“ nicht aus, kann man von Hand nachhelfen und die Früchte ausdünnen.

Aussaat Gemüse

IMG_1663

Kurzkulturen wie Salat, Radieschen oder schnellwachsende Kräuter können das ganze Jahr über ausgesät werden. Einige Gemüsesorten wie Chinakohl, Pak Choi oder Japanische Sommerrettiche brauchen aber eine warme Jugendphase, da sie sonst vorzeitig Blüten bilden und kaum Blattmasse ansetzen. Bis Mitte Juni sind Chicoree-Aussaaten besonders erfolgversprechend. Ebenfalls bis Mitte Juni kann die Rote Bete ausgesät werden. Die Ernte eignet sich besonderes gut zum Einlagern für den Winter.

Im Juni ist außerdem die letzte Möglichkeit, die Sommersorten der Karotten auszusäen; Auch Buschbohnen, Zuckererbsen, Rettich oder Zucchini können jetzt noch mal in die Erde gebracht werden.

Das Gleiche gilt für Kürbisse oder Flaschenkürbisse: sie können jetzt noch gesät werden. Tipp: Sie keimen schneller, wenn man die Samen zuvor mit lauwarmen Wasser aufquellen lässt.

Kräuter vor der Blüte ernten

kräuter

Einige Kräutersorten wie Oregano oder Rosmarin sollten vor ihrer Blüte abgeerntet werden. Dann ist die Konzentration der Inhaltsstoffe am höchsten. Kräuterbüschel lassen sich am besten an der Luft in warmen und luftigen Räumen trocknen.

Falls die Kräuter doch schon blühen ist es auch nicht schlimm: Die Blüten von Lavendel, Thymian, Schnittlauch, Dill, Borretsch oder Bohnenkraut eignen sich auch als Dekoration und können sogar mit verzehrt werden.

Das Ende der Rhabarberernte

bunch of rhubarb on wooden table

Nach dem 24. Juni, dem Johannistag sollte Rhabarber nicht mehr geerntet werden. Der Grund dafür: Zum einen ist Rhabarber nicht mehr so bekömmlich, außerdem braucht er seine verbleibenden Blätter, um zu regenerieren. Wird Rhabarber nicht mehr geerntet, bilden sich neue Triebe mit Blättern, diese können den Sommer über neue Energie tanken. Haben die Pflanzen Blütenstiele gebildet, müssen diese abgeschnitten werden, da die Samenbildung viel Kraft kostet. Aus dem gleichen Grund sollte auch Spargel spätestens am 24. Juni das letzte Mal geerntet werden.

Quelle