Nelken: Nostalgische Beautys im Garten

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Gerüscht, gefranst, farbenprächtig gerändert: Nelken betören mit fantastischen Blüten und feinem Duft. Lange galten sie als altmodisch – jetzt sind neue Nelken-Züchtungen heiß begehrt.

Ungefüllte Nelken
Ein wahres Fest: Ungefüllte Nelken haben schlichte Blüten mit vergleichsweise wenigen Blättern. Dass sie dennoch ein Blickfang sind, liegt an den oft überraschenden Details, z.B. einem weiß umsäumten Fransenrand oder interessantem Farbenspiel.

Schon die alten Griechen schwärmten von ihrer Schönheit und weihten sie ihrem höchsten Gott: „Dios anthos“, die Blume des Zeus, nannten sie die Nelke. Bis heute erinnert ihr botanischer Name daran: Dianthus.

Garten-Nelke Chomley Farran
Viva la Diva! Wow: Violette Blüten mit roten Flammen zaubern Glamour in Gärten, Kübel und Balkonkästen. Die Garten-Nelke Chomley Farran wird rund 30 Zentimeter hoch und entwickelt spektakuläre große, duftende Blüten.
Große Nelken-Familie

Dabei verblüffen Nelken mit einer immensen Vielfalt. Über 300 Arten gibt es, darunter ein-, zwei oder mehrjährige Pflanzen, die teils betörend duften. Früher kannte man sie bei uns vor allem aus dem Bauerngarten: Sehr beliebt waren (und sind) hier die langstieligen Bart-Nelken. Auf den ersten Blick vermutet man nicht unbedingt ihre Verwandtschaft mit den niedrigeren, filigraneren Arten, wie z.B. der Feder-. der Garten oder der Pfingstnelke.

Strandnelken in Porto Puddu auf Sardinien
Sonnenanbeter: Alle Nelken lieben Wärme und volle Sonne; wild wachsen
sie in den gemäßigen Gebieten der Nordhalbkugel. Besonders viele Arten findet man rund ums Mittelmeer – so wie diese Strandnelken in Porto Puddu auf Sardinien.
Der richtige Standort für Nelken

Was alle verbindet: Nelken mögen es warm und vollsonnig. Trockenheit vertragen sie gut, (Stau-)Nässe hingegen gar nicht – lehmige Böden daher mit Sand und Kies durchmischen. Besonders wohl fühlen sich Nelken im Steingarten und auf Trockenmauern. Angepasst an trockenes Klima sind ihre blaugrauen oder dunkelgrünen Blätter lang und schmal, so dass sie nicht zu viel Wasser verdunsten. Außerhalb der Blütezeit setzen die Laubpolster aparte Akzente, die Beet und Garten strukturieren.

zweifarbige Feder-Nelke Dianthus plumarius ’James Portman‘
Wie gemalt: Als würden sie einem barocken Stillleben entstammen: Viele Nelken faszinieren durch traumschön gezeichnete, gefüllte Blüten. So wie die zweifarbige Feder-Nelke Dianthus plumarius ’James Portman‘, die vom Juni bis zum August blüht.

Nelken blühen im Sommer – so überreich, dass sie regelrechte Blütenteppiche bilden. Für den Garten empfehlen sich z. B. Pfingst- oder duftende Federnelken, die mit gefüllten, prächtig gezeichneten Blüten in Weiß, Rot und Rosa faszinieren (nicht umsonst werden die Federnelken in England „Pinks“ genannt). Nach der Blüte können Sie die Pflanzen um ein Drittel zurückschneiden: So bleiben sie im Wuchs schön kompakt und bilden frische Triebe.


Wannenwonnen: Gefäße im Shabby-Chic, z.B. eine alten Reine, setzen Nelken perfekt in Szene. Zeitgemäß wird das Ganze, wenn Sie unterschiedliche Wuchshöhen so gruppieren, dass sie sich jeweils in einer Linie nebeneinander reihen.
Nelken im Topf

Für den Pflanztopf eignen sich auch Nelken-Sorten, die nur eine Saison blühen, etwa die Chinesische Nelke oder die Garten-Nelke (letztere ist eigentlich mehrjährig, kommt aber oft nicht durch den Winter). Bei der Auswahl lohnt es sich, auf intensiven Blütenduft zu achten. Wenn Sie die Töpfe entsprechend platzieren, erleben Sie die Aromen (z.B. von Pfingst- oder auch Federnelken) stets in Schnuppernähe.

Ungefüllte Federnelke
Frisch in die Erde: Nelken (hier eine ungefüllte Federnelke) für Ihren Garten und fürs Pflanzgefäß holen Sie aus der Staudengärtnerei oder vom Gartencenter; nur manche Arten lassen sich aussäen. Vermehrt werden sie durch Teilung (im Frühjahr oder Sommer) oder durch Stecklinge: Dafür im Sommer einzelne Triebspitzen abschneiden und diese in Vermehrungs-Substrat setzen

© Science Photo Library/Alamy
Nelken als Schnittblume

Edelnelken sind derzeit auch als Schnittblumen angesagt. In der Vase haben sie ganzjährig Saison und halten sich recht lange (das Wasser bitte alle 1 bis 2 Tage wechseln). Am besten Nelken in verschiedenen Rosatönen bündeln zu einem opulenten Blütentuff, das ist so stylish wie nostalgisch – und wunderschön!

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Blumentreppe aus Holz oder Metall als schöne Deko für Haus und Garten

Der farbenfroh blühende Garten ist ohne Zweifel der Traum von jedem Hobbygärtner im Frühling. Prachtvolle Blumenbeete mit einer großen Vielfalt an Blumen und Stauden sind toll, allerdings erfordern sie in der Regel etwas mehr Platz im Garten. Ist der verfügbare Raum jedoch begrenzt, dann sollen Sie auf Blumen und Pflanzen nicht verzichten, sondern eine platzsparende Alternative aussuchen. Mit einer Blumentreppe aus Holz oder Metall können Sie schöne Blumentöpfe und Pflanzenkübel richtig in Szene setzen und den Garten, Balkon oder sogar der Wohnung für den Frühling und Sommer dekorieren.

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Eine Blumentreppe oder -regal ist ein dekoratives Element für den Garten, Balkon oder die Wohnung, auf der man verschiedene Blumentöpfe, Pflanzenkübel und Deko schön arrangieren kann. Blumentreppen sind besonders platzsparend und eignen sich daher perfekt für kleine Räume und Flächen. Eine Pflanzentreppe kann man aus Holz, Metall oder Kunststoff finden, oder sogar selber bauen. In diesem Artikel finden Sie viele tolle Ideen für eine schöne Deko mit Blumentreppen, sowie ein paar hilfreiche Tipps für ihre richtige Anwendung und Pflege. Außerdem stellen wir einige Upcycling Ideen zum Selbstbau von einer Blumentreppe aus Holz vor, die Sie als Inspiration bei der eigenen Gartengestaltung verwenden können.

Blumentreppe aus Holz als schöne Gartendeko

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Schön gestaltete Blumentreppen sind sehr dekorativ und damit lassen sich wunderschöne Akzente im Garten setzen. Auch wenn Sie einen größeren Garten besitzen, können Sie eine Pflanzentreppe in Betracht ziehen, um den Außenbereich zu verschönern. Eine Blumentreppe aus Holz sieht besonders natürlich aus und fügt sich perfekt in einem begrünten Bereich ein. So lassen sich auch einzelne Pflanzen in Szene setzen und in einen wunderschönen Blickfang verwandeln.

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Pflanzentreppen ähneln einer Leiter oder Trittleiter, abhängig von ihrer Höhe. Sie werden in verschiedenen Größen angeboten und können daher eine unterschiedliche Anzahl an Pflanzen aufnehmen. In der Regel werden Pflanzenbehälter und Blumenkasten an den einzelnen Stufen der Leiter montiert, wo die Pflanzen dann gepflanzt werden. Alternativ werden einfach die Blumentöpfe auf die Stufen geordnet und für mehr Stabilität daran befestigt.

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Eine Blumentreppe aus Holz lässt sich beliebig bemalen und dekorieren, so dass sie sich harmonisch im Außenbereich einfügt. Die Unterteilung in verschiedenen Ebenen ermöglicht eine kreative Gestaltung der Blumentreppe, die Sie perfekt an die eigenen Wünsche anpassen können. Außerdem ermöglichen die einzelnen Stufen eine einfachere Pflege für die Pflanzen, die dank dieser Gestaltung immer in Ihrer Reichweite sind. So können Sie problemlos jeden Blumenkasten bewässern und nach Bedarf pflegen.

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Die Blumentreppe sollten Sie jedoch nicht unbedingt mit Blumenkasten und Pflanzenbehältern gestalten. Sie können die Regale rein dekorativ nutzen, indem Sie die einzelnen Stufen mit einer Deko nach Wahl verschönern. Dies können zum Beispiel Blumenvasen mit Schnittblumen, schöne Bilderrahmen mit Fotos der Familie oder auch dekorative Gegenstände sein. Lassen Sie der Kreativität einen freien Lauf!

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Eine Pflanzentreppe oder Blumenregal lässt sich ganz und gar nach dem persönlichen Geschmack gestalten und zu jeder Jahreszeit anpassen. Im Frühling eignen sich Frühblüher wie Tulpen und Narzissen dafür perfekt, die im Herbst durch schöne Herbstblumen wie die Astern oder Dahlien ersetzt werden können.

Blumentreppe aus Holz selber machen

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Haben Sie sich für eine Blumentreppe aus Holz als Dekoration für den Garten oder Balkon entschieden, dann können Sie diese auch selber bauen. Hier stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: entweder Sie bauen den ganzen Ständer vom Anfang an selbst, oder Sie gestalten eine alte Gartenleiter um. Wenn Sie eine komplette Blumentreppe selber bauen, dann sollten Sie im Voraus sich Gedanken über das Design machen und alle notwendigen Materialien sammeln.

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Die Blumentreppe aus Holz soll nicht unbedingt zu groß oder schwer zu bauen sein. Mit ein paar alten Holzklötzen und einigen Holzbretten können Sie eine einfache Leiter bauen und sie als mit Pflanzen arrangieren. Wichtig ist es nur, dass Ihr Design unterschiedlich hohe Ebenen hat und die Pflanzgefäße darauf stabil stehen können.

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Statt die Blumenkasten für die Pflanzentreppe selber zu bauen, können Sie alte Gegenstände wiederverwerten. Bei diesem Upcycling Projekt werden ein paar alte Schubladen in kreative Blumenkasten verwandelt und als Stufen der Blumentreppe verwendet. Dafür sollten Sie zunächst eine Drainage in den Schubladen machen oder sie nach Wunsch mit Teichfolie bedecken. Erst dann mit Erde füllen und verschiedene Blumen und Pflanzen nach Wahl setzen. Diese Blumentreppe aus Holz eignet sich perfekt sowohl für den Garten, als auch für die Terrasse oder den Patio Bereich.

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Können Sie nicht so gut mit Holz als Material umgehen, dann sollten Sie nicht unbedingt ein ganzes Blumenregal selber bauen. Sie können vielmehr eine alte Leiter recyceln und zu einer schönen Blumentreppe aus Holz umfunktionieren. Dafür lässt sich die Leiter beliebig bemalen und mit bepflanzten Töpfen dekorieren. Bei Holzleitern, die keine flachen Stufen haben, können Sie Hängetöpfe mit Blumen anwenden.

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So eine Holzleiter eignet sich perfekt für die Außenwand des Hauses oder des Hauseingangs. Außer den Blumentöpfen mit farbenfrohen Blumen können Sie die Leiter mit einem „Willkommen“-Schild dekorieren und somit Freunde und Nachbarn herzlich begrüßen.

Pflanzentreppe als Kräutergarten gestalten

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Außer farbenfrohen Blumen und üppigen Pflanzen, können Sie die Blumentreppe aus Holz ebenso mit frischen Kräutern in Töpfen gestalten. Petersilie, Basilikum, Thymian und Rosmarin werden oft in der Küche verwendet und schmecken deutlich besser, wenn sie fisch vom Garten gesammelt sind. Sie können die Pflanzen fertig in Töpfe kaufen, oder sie selber säen. So haben Sie immer die notwendigen Kräuter und Gewürze zur Hand und können sie für die Zubereitung von leckeren Gerichten anwenden.

In Abhängigkeit von der Anzahl der Kräutertöpfe können Sie eine kleine oder größere Pflanzentreppe verwenden. In der Regel reichen Blumenregale mit drei Ebenen vollkommen aus, wenn Sie den Ständer nur für Kräuter verwenden. Möchten Sie dahingegen eine gemischte Blumentreppe gestalten, dann brauchen Sie wahrscheinlich mehr Stufen für Blumentöpfe.

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Mit einer Pflanzentreppe können Sie viel Platz im Garten oder auf dem Balkon sparen und trotzdem einen nützlichen Kräutergarten gestalten. Aus einer alten Gartenleiter oder der Trittleiter des Kindes lässt sich eine wunderschöne Blumentreppe aus Holz gestalten und für diesen Zweck verwenden. Damit Sie gleichzeitig mehrere Kräuter und Pflanzen darauf abstellen, können Sie zusätzliche Holzbretter auf die Stufen einbauen und den verfügbaren Platz für Töpfe erweitern. Mit einem farbigen Anstrich lässt sich die Pflanzentreppe ganz nach dem eignen Geschmack gestalten oder mit dem Rest der Gartendeko abstimmen.

Ein Kräutergarten auf einem Blumenregal können Sie ebenso in der Wohnung gestalten, wenn Sie in der Stadt wohnen oder keinen Garten besitzen. Die Blumentreppe ist platzsparend und lässt sich problemlos in einer Ecke in der Wohnung oder auf dem Balkon platzieren.

Blumentreppe aus Holz als romantische Hochzeitsdeko

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Mit einer Blumentreppe aus Holz können Sie nicht nur den Garten verschönern, sondern auch eine rustikale Hochzeitsdeko selber machen. Für eine Hochzeit im Freien lässt sich sogar den Traualtar aus Blumentreppen bauen und mit frischen Schnittblumen dekorieren. Diese tolle Idee eignet sich perfekt für eine rustikale Hochzeit, die im Garten gefeiert wird. Hierbei lassen sich ebenso alte Gartenleitern umfunktionieren und für den speziellen Anlass zum Einsatz bringen.

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Sind Sie auf der Suche nach kreativen Ideen für eine Hochzeit im Freien, dann können Sie auch kleinere Blumentreppen bei der Dekoration verwenden. Diese lassen sich zum Beispiel rund um den Garten stellen und mit Blumen und weiterer Deko nach Wahl dekorieren. Besonders schön wirken Blumenvasen mit Schnittblumen, die zum Thema der Hochzeit passen. Seien Sie bei der Gestaltung der Blumentreppen kreativ, um eine wundervolle Deko zu zaubern.

Pflanzentreppe aus Metall für Haus und Garten

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Allerdings kann man Blumen- und Pflanzentreppen nicht nur aus Holz, sondern auch aus anderen Materialien finden. Da die Blumentreppe aus Holz zum Beispiel nicht komplett witterungsbeständig ist, können Sie sich für Modelle aus Metall oder Kunststoff entscheiden. Eine Pflanzentreppe aus Metall können Sie ganzjährig im Garten lassen, ohne sich Sorgen für den Zustand des Materials zu machen. Dasselbe gilt jedoch nicht für Designs aus Holz, denn das Material kann vom Schnee und Frost beschädigt werden.

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Sommerflieder richtig pflegen und schneiden

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Ein Sommerflieder, genauso bekannt als Schmetterlingsflieder oder Schmetterlingsbusch, ist der perfekte Strauch gerade für Garten-Einsteiger: In kurzer Zeit wächst bei Ihnen ein herrlich blühender Busch im Garten heran, pflegeleicht und anspruchslos in der Haltung, alleinstehend und in Hecken sehr gut einsetzbar.

Landeplatz für die schönsten Schmetterlinge: Der Sommerflieder - hier Anziehungspunkt für einen Admiral.

Sommerflieder wachsen schnell und können im Spätsommer eine Höhe von bis zu 3 Metern erreichen. Gerade in noch jungen, neu angelegten Gärten sind sie daher eine gute Möglichkeit, schnell größere, blühende Sträucher im Garten heranzuziehen.

Blüten in den schönsten Farben

Noch dazu sind diese Schmetterlingsbüsche sehr attraktiv. Die Blütendolden werden bis zu 30 Zentimeter lang und leuchten bis in die Dämmerung hinein in den schönsten Farben – von Weiß über zarte violette Töne bis hin zu Blau oder Rot. Die nach Honig duftenden Blüten trägt der Busch über viele Wochen im Sommer und Spätsommer.

Ein Admiral landet auf einer Blüte des Schmetterlingsflieders.

Ein Admiral landet auf einer Blüte des Schmetterlingsflieders.

Die vielen Blütenkelche ziehen auch zahlreiche Insekten an. Wie der Name schon sagt vor allem Schmetterlinge, aber auch Hummeln und Bienen. Bisweilen sind hier wirklich seltene Exemplare, wie Admiral, Schwalbenschwanz oder Tagpfauenauge zu bewundern. Auch in dieser Hinsicht sorgen Sommerflieder also für Artenvielfalt und Abwechslung in Ihrem Garten.

Schmetterlingsflieder – der duftende Treffpunkt für Schmetterlinge

Sommerflieder sind anspruchslos

Sommerflieder mit violetten Blüten

Sommerflieder mit violetten Blüten

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Asien und wurde als Zierpflanze nach Europa gebracht. Sie ist auch in der freien Natur anzutreffen, zum Beispiel an sonnigen Ufergebieten oder Bahndämmen. Das zeigt schön, wie anspruchslos der Sommerflieder (lateinisch Buddleja davidii) hinsichtlich des Bodens ist, er kommt auch mit kieshaltigem Untergrund gut zurecht. Sorgen sie in erster Linie für  einen sonnigen, warmen Standort.

Im Frühjahr schneiden

Der nächste Vorteil: Da die Buddleja während eines Sommers so schnell wächst, kann sie problemlos stark zurück geschnitten werden. Vorzugsweise machen sie das im zeitigen Frühjahr, beginnend Ende Februar/Anfang März, die Pflanze auf 30 bis 50 Zentimeter zu stutzen, dann schlägt sie im Sommer-Halbjahr wieder aus und trägt an den neuen Trieben reichlich Blüten.

Mit dem Zurückschneiden beugen Sie dem Verkahlen des Busches vor. Kälte ist ein kleines Manko des Sommerflieders: Lang anhaltenden, strengen Frost von unter minus 20 Grad verträgt er nicht. Auch in diesen Fällen den Strauch radikal im Frühjahr kürzen, er treibt wieder aus, wenn auch etwas verzögert.

Ein dunkelviolett blühender Sommerflieder Mitte August

Ein dunkelviolett blühender Sommerflieder Mitte August

Ein blühender Sommerflieder als Gartenmittelpunkt.

Der Sommerflieder als Gartenmittelpunkt.

Ein Admiral macht es sich auf dem Schmetterlingsflieder bequem.

Ein Admiral macht es sich auf dem Schmetterlingsbusch bequem.

Dieser violett blühende Sommerflieder wird schön als Hecken-Strauch eingesetzt - die Blüten ragen in den Garten.

Dieser violett blühende Sommerflieder wird schön als Hecken-Strauch eingesetzt – die Blüten ragen in den Garten.

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Tazetten – blühende Grazien

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Frische Blumen mitten im Winter? Na klar! Tazetten bringen mit ihren zarten weißen Blüten einen Hauch von Frühling in kalte Wintertage.

© ibulb

Die letzten Herbstblumen sind längst verblüht, die Bäume kahl – doch obwohl die Pflanzenwelt ihren wohlverdienten Winterschlaf hält, muss auch im Winter niemand auf frische Blumen verzichten.

Wie ein zarter Hauch des Frühlings hüllen Tazetten die Wohnungin einen betörenden Duft. Ihre sternförmigen, weißen Blüten mit den orangen Staubgefäßen galten schon im alten China als Glücksbringer für das neue Jahr. Bei uns sind sie auch heute noch ein Geheimtipp.

Entwicklung der Zwiebel zur Pflanze beobachten

Die Anzucht der Grazien, vor allem der beliebten Sorten ‚Paperwhite‘ oder ‚Ziwa‘, ist denkbar einfach: Die Zwiebeln brauchen nicht unbedingt Erde – sie fühlen sich auch auf einem Bett aus Kies, Sand, Muscheln oder Moos wohl. Die Schicht mit etwas Wasser auffüllen – aber nur so weit, bis die Zwiebeln gerade nicht damit in Berührung kommen.

Wer sie in ein Glasgefäß setzt, kann die Entwicklung von der Zwiebel bis zur blühenden Pflanze beobachten. Dafür wollen die zukünftigen Schönheiten an einem kühlen, aber möglichst hellen Platz stehen – ein Fensterbrett ohne Heizung darunter oder ein unbeheizter Wintergarten sind ideal.

Den ganzen Winter Blütenfreude

Schon nach fünf Tagen bilden sich erste Wurzeln und Triebe, nach vier bis sechs Wochen zeigen sich Knospen und Blüten – je nach Sorte bis zu zwölf Stück an einem Stängel. Diese können bis zu 40 cm hoch werden; damit sie nicht abknicken, wollen sie gestützt werden – z. B. mit farbig angesprühtem Buchenreisig oder kleinen Weidenruten. Bleibt die Temperatur angenehm kühl oder sinkt noch etwas, zeigen die Tazetten ihre Blüten über mehrere Wochen lang.

Wer möchte, kann sich den ganzen Winter über an ihnen erfreuen – dafür einfach über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder neue Zwiebeln heranziehen. Nach der Blüte werden die Pflanzen entsorgt: Tazetten sind in unseren Gefilden nicht winterhart und würden deshalb im Garten nicht gedeihen.

Der Duft der Blumen ist besonders süß und erfüllt ganze Räume. Wem der Geruch zu stark ist oder wer die Blumen in seinem Schlafzimmer dekorieren möchte, kann auch zu neu gezüchteten Sorten wie ‚Inbal‘ oder ‚Sheleg‘ greifen – diese kitzeln die Sinne nur mit einem ganz leichten Dufthauch.

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Funkien: Herzblatt im Garten

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Die Funkie (Hosta), auch als Herzblattlilie bekannt, begeistert immer mehr Gartenfreunde. Denn die genügsame Staude mit dem malerischen Blattwerk bietet eine unglaubliche Vielfalt an Farben und Formen.

Funkie

 

Attraktives Grün: Am idealen Standort erweisen sich Funkien als robust und pflegeleicht. Allerdings: Sobald sich die Blätter im Frühling entrollen, ziehen sie die Schnecken an. Kräftige Blätter sind weniger gefragt als zarte – also möglichst widerstandsfähige Sorten wählen.

Sie stammen aus Asien, gehören zur Familie der Agavengewächse und sind für ihr dekoratives Blattwerk bekannt: Funkien oder Hosta (benannt nach dem österreichischen Botaniker Nicolaus Thomas Host). Volkstümlich heißen sie auch Herzblattlilien, und wer den Schwung ihrer Blätter  betrachtet, versteht sofort warum.

Üppige Vielfalt
Das verschwenderische Laub mit seiner grafischen Anmutung fasziniert durch eine immense Vielfalt an Formen und Farben. Es macht Funkien zu idealen Bodendeckern, aber auch zu prachtvollen Solisten.

Funkien sind Schattenliebhaber
An kühlen, schattigen Standorten fühlen sich die Pflanzen am wohlsten. Lange handelte man sie deshalb hautpsächlich als Besetzung für Schattenplätze, an denen sonst nichts wächst. Doch das hat sich geändert. Inzwischen gibt es Sorten in allen Größen und für jeden Standort im Garten, sogar für sonnige Plätze. Je gelber das Laub, desto mehr Sonne kann es vertragen. Sorten mit weiß-grünen oder blau-graugrünen Blättern bevorzugen es dagegen schattig, sie „verbrennen“ in dirketer Sonne leicht.

Funkien in einer Rabatte

Von Funkien gibt es mittlerweile zahlreiche Züchtungen sogar bis zu blau-violetten Blattfärbungen

© BGL

Imagewechsel
Die Blütezeit dauert von Juni bis August. Doch in der Vergangenheit fanden die eher unscheinbaren, hell-lila Blüten wenig Beachtung. Bis neue Sorten mit einem oft duftendem Prachtflor gezüchtet wurden, in vielen aparten Farbstimmungen von Weiß bis Lavendel.

Funkie mit Blüten

Sommerfreude: Dank neuer Züchtungen treten auch die Blüten zunehmend in den Blickpunkt. In Trauben sitzen sie an langen Stielen – hier bei der Kleinen Gartenfunkie Hosta sieboldii

© Shutterstock/Mr_Coffee

Funnkien als Deko

Sogar im Deko-Bereich sind Funkien ein toller Hingucker. Auch in der Floristik werden Funkien sehr gerne als Blattwerk in Blumensträußen eingebunden

© Blumenbüro

Funkien sind pflegeleichte Beauties
Als Containerstauden lassen sich Funkien ganzjährig pflanzen. Der Boden sollte lehmig, humushaltig und nicht zu trocken sein. Die Pflege ist problemlos – arbeiten Sie nur im Frühling Mulch oder Kompost in den Boden ein.

Blickfang
Als Kübelpflanzen kommen Hosta in dekorativen Riesentöpfen ganz groß raus. Zu ausladend für die Terrasse oder den Balkon? Dann pflanzen Sie eben Miniatur-Funkien wie Bonsais in eine Schale!

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Gartentipps im Mai: Ziergarten

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Alles neu macht der Mai! Für Hobbygärtner gibt es im Ziergarten viel zu tun: Rasen wird ausgesät, Dahlien gepflanzt,  Sommerblumen ausgesät. Und das ist noch längst nicht alles…

Pfingstrosen stützen

Pfingstrosen sind langlebige Stauden, die über Jahre an der gleichen Stelle stehen können. Wegen ihrer Blühfreude (besonders bei gefüllten Prachtsorten) brauchen sie aber etwas Standhilfe. Am besten hilft eine Staudenstütze aus Holz, oder ein Ring, der den ganzen Busch umschließt. Die Holzvariante wirkt besonders natürlich und eignet sich auch für alle anderen hochwachsenden Stauden prima.

Formgehölze schneiden

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Im Mai wird der frische Austrieb der Formgehölze das erste Mal gestutzt. Besonders der Buchsbaum, aber auch Immergrüne wie Stechpalmen, Wacholder und Kiefern eignen sich sehr gut für den  Formschnitt. Die Gehölze sollten mindestens einmal im Jahr getrimmt werden, damit sie ihre Form behalten und um den Wuchs zu fördern.

Wählen Sie zum schneiden einen warmen und trockenen, aber auch bedeckten Tag, dann können die Schnittstellen schneller trocknen und schließen besser. Ist es zu heiß, werden die Schnittstellen braun, ist es zu nass, droht Pilzbefall. Wählen Sie für den Schnitt eine Heckenschere, Gartenschere oder eine Akku-Strauchschere.

 Rasen aussäen

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Da Grassamen nur bei Wärme, die auch nachts nicht unter 10 Grad sinkt, keimen, eignet sich der Mai und auch der frühe Herbst (September und Oktober) perfekt um Rasen auszusäen. Je nach Sorte braucht er mehr als eine Woche dieser konstant warmen Temperaturen. Demnach würden sich auch die Monate Juni. Juli und August eignen. Doch im Hochsommer könnten die Samen unter Umständen verbrennen, außerdem ist ein erhöhter Wasseraufwand notwendig.

Darauf sollte man achten: Hände weg von Billigmischungen! Wer eine Qualitätsmischung kaufen möchte, sollte auf der Verpackung unbedingt auf die Bezeichnung RSM (Regelsaatmischung) achten. Pro Quadratmeter benötigt man etwa 20 bis 40 Gramm Saatgut, um eine geschlossene Rasendecke zu erhalten. Der Boden muss gut vorbereitet werden: Die vorgesehene Fläche sorgfältig umgraben, eventuelles Unkraut entfernen und mit einem breiten Rechen einebnen. Als Laie sollte man die Saat mit einem Streuwagen ausbringen, da das Ausbringen mit der Hand einiges an Übung erfordert.  Nach dem Säen muss der Samen – am besten mit einer Harke oder deren Rückseite – noch leicht (etwa 0,5-1 cm tief) in den Boden eingearbeitet werden. Dann die Fläche walzen und regelmäßig mit einem Regner gründlich wässern. Nach dem Säen sollte die Fläche nicht mehr betreten werden, bis sich eine geschlossene grüne Grasdecke ergeben hat.

 Dahlien pflanzen

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Wenn keine Frostgefahr mehr besteht, kommen im Mai die überwinterten Dahlienknollen wieder in den Boden. Sie werden etwa 10 -15 cm tief unter die Erdoberfläche gepflanzt und bevorzugen einen sonnigen Standort mit sandiger Erde.  Große Dahlienknollen können vor dem Einpflanzen geteilt werden, das regt die Blütenbildung an. Dabei muss jedes Stück mindestens eine Knospe haben.

Blumen auf Balkonien

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Alle Pflanzen, die momentan in Töpfen angeboten werden, können jetzt in Balkonkästen oder Kübel gepflanzt werden. Lassen Sie die Blumen vor dem Auspflanzen in einem Eimer Wasser gut vollsaugen bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Auch die Pflanzstelle sollte vor dem Einsetzen der Blume gut gegossen werden. Bei wärmeren Temperaturen sollte auf ausreichend Feuchtigkeit geachtet werden.

Flieder zurückschneiden

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Direkt nach der Blüte ist der beste Zeitpunkt den Flieder zurückzuschneiden. Flieder blüht – wie auch viele andere frühjahrsblühende Gehölze – am zweijährigen Holz. Das bedeutet, dass sich die Blütentriebe während der Blüte entwickeln. Schneiden Sie regelmäßig partiell, haben sie immer zweijährige Triebe, die blühen werden.  Alle paar Jahre ist ein Radikalschnitt empfehlenswert, da die Sträucher sonst blühfaul werden.

Entfernen Sie trockene Blütenstände und achten Sie darauf, neue Blatttriebe nicht zu beschädigen. Nicht entfernte Blütenstände setzen häufig Samen an und brauchen dafür viele Nährstoffe. Diese würden den neuen Trieben verloren gehen und ihre Entwicklung wäre dadurch deutlich geschwächt. Schneiden Sie den Strauch nur so zurück, dass der Wuchs kompakt wird und die stärksten Neutriebe gefördert werden. Beim Schnitt zunächst störende oder mickrige Äste zurückschneiden, dann überalterte und abgestorbene Triebe entfernen. Schneiden Sie nicht zu stark zurück, sonst fällt die Blüte im nächsten Jahr nur mager oder sogar ganz aus.

Einen stärkeren Rückschnitt, weil der Flieder etwa zu groß geworden ist, können Sie ganzjährig vornehmen. Allerdings müssen Sie dann im kommenden Jahr auf eine üppige Blütenpracht verzichten, da Flieder am zweijährigen Holz blüht und sich die Blütentriebe während der Blüte entwickeln.

Rhododendron-Pflege

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Beim Rhododendron müssen spätestens Anfang Mai auch braune und vertrocknete Knospen entfernt und im Hausmüll entsorgt werden. In den Knospen finden sich die Gelege der Rhododendren-Zikade. Diese Schädlinge würden sonst im Juni/Juli die neuen Blütenknospen befallen.

 

Sommerblumen direkt aussäen

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Lücken im Staudenbeet können ab Mai durch die Aussaat von Sommerblumen gefüllt werden. Unter anderem eignen sich Ringelblumen (Calendula), Bechermalve (Lavatera), Kornblume (Centaurea), Schmuckkörbchen (Cosmos) oder die Wucherblume (Chrysanthemum). Sie blühen etwas später als die auf der Fensterbank vorgezogenen Blumen, machen aber auch weniger Arbeit. Auch Sommerblumen, die im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen wurden, dürfen ab Mitte Mai endlich ins Beet.

Empfindliche Arten wie das Fleißige Lieschen (Impatiens) oder Mittagsgold sollen erst im Juni ausgesät werden.

Wasser marsch!

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Gießen, gießen, gießen. Besonders im Mai ist das Gießen der vor kurzem gesetzten Stauden, Gemüsepflanzen, Gehölze und dem frisch gesäten Rasen besonders wichtig. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu kalt ist, damit die Pflanzen keinen Schock bekommen.

 

Sternrußtau bei Rosen bekämpfen

Sternrußtau (Diplocarpon rosae)

Sternrußtau ist die häufigste Rosenkrankheit. Die Pilzerkrankung tritt vor allem bei Nässe auf und wird bei Wind durch Wasserspritzer verbreitet. Befallene Blätter erkennt man an unterschiedlich großen, braunschwarzen und unregelmäßig geformten Flecken mit strahlenförmig auslaufenden Rändern. Schon bei den ersten Anzeichen sollten Sie die Rosen regelmäßig mit Fungizid spritzen. Die Pflanzen sollten regelmäßig kontrolliert werden, das Entfernen erkrankter Blätter und Triebe (auch aus dem Beet) ist ebenfalls hilfreich. Jeweils drei Behandlungen im Abstand von jeweils sieben bis zehn Tagen sind sinnvoll. Ist die Rose erst einmal vom Sternrußtau befallen, ist eine erfolgreiche Bekämpfung kaum noch möglich. Daher sind vorbeugende Maßnahmen wichtig, um den Pilz gar nicht erst aufkommen zu lassen. Bis zum Herbst ist Sternrußtau regelmäßig zu bekämpfen.

Seerosen anpflanzen

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Im Mai ist das Teichwasser nicht mehr zu kalt für die Seerose (Nymphaea), von der es rund 40 Arten gibt. Verwenden Sie spezielle Seerosenkörbe, um die Pflanzen zusammen mit Seerosenerde in den Teich herabzulassen. Falls diese zu grobmaschig sind, können sie mit Vlies ausgekleidet werden. Geben Sie außerdem etwas Kies auf die Töpfe, damit die Seerosen nicht an der Wasseroberfläche treiben.

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Die richtigen Schattenpflanzen für Ihren Garten

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Schattige Bereiche sind in Gärten oder Hinterhöfen in der Tat ein Problem – besonders, wenn schwierige Bodenverhältnisse hinzukommen. Welche Gestaltungsmöglichkeiten sich dennoch anbieten und welche Pflanzen für schattige Standorte ideal sind, erklärt unser Garten-Experte John Langley.

Garten mit Schattenpflanzen

Auch wo die Sonne nur wenig hinkommt, kann es schön grün sein im Garten

Schatten ist nicht gleich Schatten
Dass es beim Schatten durchaus Unterschiede gibt, lässt sich schnell feststellen. Unter dem Balkon oder unter dunklen, dichten Nadelgehölzen kann tiefer, dauerhafter Schatten vorliegen. Kein direkter Sonnenstrahl trifft dort auf den Boden. Wesentlich heller ist es da schon im lichten Schatten von Bäumen mit lockerer Krone. Beispielsweise lässt das feine, zarte Laub von Birken (Betula) relativ viel Licht durch das Blätterdach. Mindestens einen halben Tag Sonne bekommen Pflanzen an halbschattigen Standorten. Dabei bevorzugen viele von ihnen die Morgensonne und Luft mit noch hoher Feuchtigkeit gegenüber der Nachmittagssonne mit recht trockener Luft.

Zusätzliche Standorteigenschaften


Weitere, eher unliebsame Nebenerscheinungen können den Pflanzenstandort Schatten verschärfen. Die Trockenheit unter Bäumen oder Vordächern sowie hohe Häuserwände sind dabei keine Seltenheit. Der hohe Wasserbedarf mancher Bäume erschwert oder verhindert gar das Unterpflanzen mit anderen Bodendeckern, Stauden oder Sträuchern. Das gleiche gilt für einen hohen Wurzeldruck. Hier macht der dichte Wurzelfilz eines ausgeprägt flachwurzelnden Baumes, beispielsweise wieder mal die Birke (Betula), der Unterpflanzung den Lebensraum streitig. Solche schattigen Trockenstandorte lassen sich durch regelmäßige Kompostauflagen und Wassergaben verbessern.

Schatten-Arten
Auch in schattigen Bereichen kann es blühen und grünen. Der Wald macht es vor: kein Bereich, in dem die Natur nichts zu bieten hat. Bei der vielseitigen Auswahl der Pflanzen überlegen Sie zunächst, ob Halbschatten, lichter Schatten oder Vollschatten herrscht:

  • Im Halbschatten scheint die Sonne ungefähr einen halben Tag,
  • lichter Schatten herrscht oft unter den Kronen sehr hoher Bäume,
  • Vollschatten entsteht zum Beispiel an Nordwänden oder unter einer dichtbelaubten Baumkrone.

Pflanzen, die halbschattig stehen können, vertragen den Vollschatten zum Beispiel oft gar nicht. Man sollte also die Gegebenheiten beurteilen und sich die entsprechenden Pflanzen heraussuchen. Die Fachleute einer Gärtnerei helfen Ihnen gern und ausführlich geeignete Pflanzen zu finden. Oft sind schattenliebende Stauden auch in einem Extrabereich sortiert.

Feuchter oder Trockener Schatten
Bei der Auswahl spielt übrigens auch eine Rolle, ob der Boden im Schatten eher feucht, trocken oder vielleicht auch zugig ist. Je feuchter die Luft, desto mehr Sonne verträgt eine schattenliebende Pflanze!

  • Pflanzen für den feuchten Schatten
    z.B.: Frauenmantel, Prachtspiere, Aukube, Sumpfdotterblume, Rispiger Scheineller, Farne, Hartriegel, Zaubernuß, Kaukasusefeu, Irischer Efeu, Nieswurz, Funkien, Hortensie, Holunder, Skimmie, Schneeball, Großes Immergrün
  • Pflanzen für den trockenen Schatten
    z.B.: Günsel, Kupferfelsenbirne, Aukube, Berberitze, Bergenie, Kaukasusvergißmeinnicht, Buchsbaum, Alpenveilchen, Elfenblume, Mandelblättrige Wolfsmilch, Balkanstorchschnabel, Stechpalme, Taubnessel, Mahonie, Duftblüte, Salomonsiegel, Lobeerkirsche, Lungenkraut, Blutjohannisbeere, Schaumblüte, Immergrün, Labradorveilchen.

Schattengarten: Funkien-Vielfalt

Funkien mit ihrem vielfältigen Blatt-Farbspiel sind ideal für Schattenstandorte

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Viel gießen, wenig düngen
Für alle Schattenpflanzen gilt, dass sie keine Verdunstungssperre haben. Sie brauchen deshalb eine verlässliche Wasserversorgung (wie im Wald). Regelmäßiges Gießen (ohne zu übertreiben) ist also sehr wichtig. Der schattige Standort schützt die Pflanzen vor starken Temperaturschwankungen. Mit dem Düngen sollte man vorsichtig sein.

Kleine Tricks
Schattenecken könnten durch weiße Gartenmöbel und weiße Accessoires erhellt werden. Auch heller Kies oder weiße Terrakottagefäße sind geeignet. An Hausmauern oder auf Terrassen kann man auch einfach ein Gestell einrichten, auf dem eine kleine Topfsammlung Platz findet. Hosta (Funkien in ihrer Vielfalt) eignen sich sehr gut dafür oder auch Farne. So entsteht eine “waldige Atmosphäre”, die sehr beruhigend sein kann – gerade für einen Sitzplatz! Begonien und Fuchsien sind natürlich Klassiker für den schattigen Balkonkasten.

Pflege
Schattenpflanzen bezieht man am günstigsten aus einer Staudengärtnerei. Sie werden dort in Containertöpfen herangezogen und können deshalb fast das ganze Jahr über gepflanzt werden, ohne den gefürchteten Pflanzschock zu erleiden. Viele Stauden sollten je nach Art alle 5 bis 6 Jahre aus dem Boden genommen werden, dann geteilt und verjüngt werden. Einige Arten neigen sonst zur Vergreisung. Jährliches Mulchen mit Laub tut den Schattenpflanzen gut! Mit reichlichen Laubgaben kann man sogar an trockenen Stellen unter Bäumen eine humose Schicht erzeugen, in denen schatten- und trockenheitsverträgliche Pflanzen existieren können.

Schneckenplage
In sehr feuchten Lagen und in Zeiten mit hohen Niederschlägen kann es zur Schneckenplage kommen. Herbstlicher Laubfall wird von den meisten Arten vertragen. Sollte im Extremfall (Kastanienlaub) jedoch zu viel Laub auf den Stauden liegen, sollte dieses entfernt werden.

Hortensien

Was viele vielleicht nicht wissen: Hortensien gedeihen und blühen auch im Schatten prächtig

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Hortensien – geballte Blütenpracht

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Man kennt die Bilder von endlos langen, romantischen Hortensienhecken an den rauen Küsten der Bretagne, die als rosa und blaue Bänder die Landschaft durchziehen und die Vorgärten schmücken. Holen Sie sich diesem wild romantischen Flair nach Hause. Die dralle Blütenschönheit macht sich überall gut. Auf dem Balkon, der Terrasse, im Garten oder sogar als Zimmerpflanze.

 Im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon – die Hortensie sollte geschützt und leicht schattig stehen. Direkte Sonne mag sie nicht, es sei denn, der Boden ist ausreichend feucht genug, dann verträgt sie auch ein sonniges Plätzchen.

Violett, Magenta, Blau bis Cremeweiß inklusive attraktiver Zwischentöne und Farbschattierungen wie aus der Malerpalette eines Künstlers finden sich in jeder einzelnen Blüte – und keine gleicht der anderen.

Schicke Topfparade im Schatten. Vor der dunklen Eibenhecke kommen die pastellfarbenen Töpfe besonders gut zur Geltung. Einfache Terrakotta-Töpfe aus dem Baumarkt mit wasserfester Farbe in den Lieblingstönen anmalen und mit hellrosa Hortensien bepflanzen. Fertig ist das Quartett.

Blaues Blütenwunder. Ein Blau wie es die Natur nur selten hervorbringt! Je saurer und aluminiumhaltiger der Boden, desto größer die Chance. Hilft man mit „Hortensienblau“ nach, macht so mancher rosa Hortensienbusch dann blau.

Hortensie und Tasse bilden ein zauberhaftes Ton in Ton-Ensemble. Die Blütendolden bestehen aus zahlreichen Einzelblüten mit einer unscheinbaren, kleinen fruchtbaren Blüte im Zentrum umgeben von großen farbigen Scheinblüten.

Neue Leidenschaft für eine alte Liebe

Hortensien (Hydrangea) stammen ursprünglich aus Asien, vor allem aus Japan, China und Korea. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts fanden sie ihren Weg nach Europa. Die Namensherkunft ist nicht weniger romantisch als ihre Blüten. Der französische Botaniker Philibert Commerson gab ihr den Namen seiner Geliebten: Hortense.

Hortensien prägen seit jeher das Bild von Großmutters Bauerngarten, kein Stadtpark und keine Gartenschau verzichtet auf ihre Blütenbälle und als Klassiker zum Muttertag werden sie ebenso selbstverständlich verschenkt. Trotzdem galt dieser unermüdlich blühende Strauch lange Zeit als etwas altmodisch und bieder. Diese kleine „Durststrecke“ hat die Hortensie inzwischen locker überwunden. Dazu haben nicht zuletzt die neuen Züchtungen der letzten Jahre beigetragen. Seitdem gehören vor allem die Garten- oder Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) mit ball- oder tellerförmigen Blütenständen bei Jung und Alt wieder uneingeschränkt zu den absoluten Lieblingen unter den Blütengehölzen. Die neuen Hortensiengenerationen wie die “Everbloom“- Serie oder die „Endless Summer Collection“ sind unkomplizierte, winterharte Dauerblüher. Wie Rosen blühen sie mehrfach, und das nicht nur am alten Holz, sondern auch an den neuen Trieben. Selbst nach einem Rückschnitt, was bei Hortensien sonst nicht der Fall ist – und das macht sie unschlagbar beliebt – zu recht!

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Charmante Herbstblüher

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Die Blütenschalen der Herbstanemone wirken filigran und edel. Sie öffnen sich von August bis Ende Oktober und können eine Höhe bis 120 cm erreichen.

Im Halbschatten kommen Japan-Anemonen gut zur Geltung. Sie entfalten enorme Fernwirkung, wenn sie z.B. vor der ruhigen Kulisse einer Eibenhecke stehen: Der Hell-Dunkel-Kontrast lässt ihre Blütenschalen leuchten. Damit Japan-Anemonen gut gedeihen, brauchen sie humus- und nährstoffreiche Böden, dazu eine gute Wasserversorgung, deshalb während Trockenperioden regelmäßig gießen. Im Winter in rauen Lagen mit einer Laub- oder Reisigschicht bedecken; im Frühjahr, nach dem Abdecken, eine Lage Kompost ausbringen. So versorgt man die hungrigen Prachtstauden mit Nährstoffen, ohne den Boden dabei zu bearbeiten – die empfindlichen Wurzeln sind dankbar dafür.

Silberkerzen© PdM

Gute Gesellschafter in halbschattigen
Beeten sind z.B. weiße Silberkerzen. Ihre langen Blütenstände auf schlanken Stielen scheinen förmlich über der Rabatte zu schweben. Aber auch Astilben, Eisenhut oder Winterastern harmonieren gut.

Alpenveilchen© PdM

Am Gehölzrand ergänzen Zwiebel- und Knollenpflanzen das herbstliche Blütenspektakel. Efeublättriges Alpenveilchen, Herbstkrokus und Herbstzeitlose fühlen sich im wandernden Licht vor Sträuchern und Bäumen wohl. Dort lässt man sie am besten ganz ungestört, dann bilden sie im Lauf der Zeit große Blütenteppiche. Herbst-Krokus und Herbstzeitlose sind übrigens echte Schnellstarter: Im Juli in die Erde gesteckt, blühen sie schon im September.

Aster© PdM

Auf sonnigen Beeten färben Astern das Saisonfinale ein. Zierlich und reich verzweigt ziehen Erika-Astern pastellfarbene, wolkige Schleier ins Beet. Glattblatt- und Raublatt-Astern
gibt es in zahlreichen Sorten und Farbtönen. Ihre voluminösen, 100 bis 160 cm hohen Büsche bringen Laubfülle in die Rabatte, brauchen aber auch eine gute Wasserversorgung und in jedem Frühjahr eine Lage Kompost als Düngung.
Ein paar Tricks verschönern Asternbeete. Rauhblatt-Astern verkahlen in trockenen Sommern gerne an der Basis. Wer niedrige Kissen-Astern davor setzt, kann das geschickt kaschieren. Gleichzeitig stützen sie die hohen, nicht immer standfesten Arten. Schneidet man einzelne Pflanzen im Juni um ein Drittel zurück, fördert dies die Verzweigung und die Standfestigkeit. Außerdem lässt sich so die Blütezeit bis zum Frost verlängern.

Chinaschilf© PdM

Filigrane Gräser sind für alle Herbstschönheiten die perfekten Begleiter. Mit ihren fedrigen Blütenständen bringen sie optische
Leichtigkeit ins Beet. Sind die Halme später dann vertrocknet, lassen Sie sie bis zum Frühjahr stehen: Im Winter, mit Raureif überzogen, sehen sie noch einmal ganz zauberhaft aus.

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Grillplatz im Garten selber bauen – Anleitung und Tipps zur Planung

Es ist Frühling und die Tagen werden länger, die Abende auch wärmer. Langsam ist die Grillsaison eröffnet. Wer über eigenen Garten, bzw. Gartenanteil verfügt kann das schöne Wetter länger genießen. Verfügt man aber über ausreichend Platz, besteht sicherlich die Möglichkeit einen Grillplatz im Garten zu gestalten. Das Anlegen von einen ist auch für Hobbyhandwerker und Amateure leicht durchführbar und kann sogar Spaß machen.

Grillplatz im Garten – Ein Traum von jedermann

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Grillen erfreut sich großer Beliebtheit – wer mag denn nicht gegrilltes Fleisch und Gemüse? Essen in gemütlicher Runde mit Familie und Freunde zusammen zuzubereiten und zu genießen macht nicht nur Grillfans Spaß. Ein Grillplatz im Garten sieht als eine gute Möglichkeit aus, einen Ort im Freien für lange, gesellige Sommerabende zu schaffen.  Gartenbesitzer können sich eigenen Grillkamin mit gemütlicher Sitzmöglichkeit einrichten. Bevor der Grillplatz gebaut wird, gibt es einige wichtige Punkte und Planungen zu treffen.

Grillplatz im Garten – Den richtigen Standort wählen

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Ein Grillplatz ist ein Vergnügen im Garten und wenn es ausreichend Platz dafür gibt, lohnt es sich einen zu schaffen. In erster Linie will die richtige Standortwahl für die Feuerstelle, egal ob mobil oder gemauert, gut überlegt sein. Möglicherweise sollte der Grill nicht an das Nachbargrundstück grenzen. Neben der offensichtlichen Gründen: Geruchs- und Lärmbelestigungen, die die Grillaktivitäten erzeugen, gibt es auch weitere, wie zum Beispiel das Risiko vor Brandgefahr. Man kann allerdings nicht genau wissen, was auf der anderen Seite des Zaunes genau liegt und durch den Funkenflug ist eine Entzündung bei den Nachbarn möglich. Um potentielle Streitereien zu vermeiden , die so wieso das Grillvergnügen verderben, ist die gute Planung des Grill-Standortes aus großer Bedeutung. Außerdem ist die Hitzeentwicklung zu berücksichtigen, weshalb sich ein Grillplatz nicht neben leicht entflammbaren Gegenständen, Brennholz, Heizungssysteme und ihren Leitungen nicht befinden sollte.

Grillplatz im Garten selber bauen – Den richtigen Untergrund wählen

Der Untergrund ist ein weiterer Punkt, der vor dem Aufbau des Grillplatzes gut durchdacht werden sollte. Der Rasen eignet sich eher schlecht und an dieser Stelle empfehlen sich Pflaster oder Fliesen, warum auch nicht einen Zementboden. Wichtig ist es, dass das Material pflegeleicht und ebenfalls schwer entflammbar ist. Beim Grillen kommt es immer mal wieder vor, dass heiße Kohlen oder etwas vom Grill auf den Boden fallen. Darüber hinaus ist es Geschmacksache in wiefern der Grilbereich sich optisch vom restlichen Garten unterscheidet.

Einen Grillplatz im Garten selber bauen oder einen mobilen Grill wählen

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Auf dem Markt gibt es nicht nur ganz viele Grillvariante, sondern auch sonstige Zubehör und Accessoires, die das Grillvergnügen fördern. Ob ein gemauerter Grillplatz besser von einem mobilen Grill kann jeder nur für sich selbst entscheiden. Jede Variante hat ihre Pro- und Kontrapunkte, aber es ist vor allem entscheidend, ob man Platz zur Verfügung hat und wie viel man in der Anschaffung investieren will. Ein mobiler Grill ist eine gute Lösung für Personen, die nur selten oder on kleinen Kreis grillen oder tuen es lieber außerhalb eigenen Heims. Für große Familien ist die Gestaltung von einem gemauerten Kamin sogar mit Outdoor Küche ein Gelegenheit Freunde und Verwandte um sich zu haben. Die Gestaltung von einem Grillplatz wertet den Garten auf und bietet zugleich sehr viel Platz für Grillgut. Romantische Persönlichkeiten, die gerne das knisternde Feuer betrachten und mehr Zeit draußen verbringen wollen, ist vielleicht eine Feuerstelle genau das Richtige. Ein kleines Feuer sorgt für heimelige Stimmung und im späten Sommer auch für Wärme. Im Handel sind zahlreiche Modelle und Bausätze erhältlich, die einfach festgeschraubt und montiert werden müssen. Ein Grillplatz Marke Eigenbau ist aber etwas ganz Anderes, besonders für Hobbyhandwerker, die gerne dies und das selber bauen. Wir stellen eine Anleitung und weitere Bautipps vor.

Klinker Grillplatz im Garten selber bauen – Anleitung und Tipps

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Die Auswahl von Material, Form und Größe ist riesig. Es gibt verschiedene Varianten: hell verputzt, mit Platten verlegt oder aus Edelstahl. Passend zum Gartenstil und zur Outdoor Gestaltung grundsätzlich sollte der Grillplatz gestaltet werden. Mediterranes Flair und ein natürlich-rustikaler Touch sind  von Gartenbesitzern sehr beliebt. Ein gemauerter traditioneller Kaminofen mit ausreichender Arbeitsfläche und Nischen zum Abstellen  oder sogar ganze Outdoor Küche erfreuen sicher jedermann. Ein Gasgrill lässt sich in eine passende selbst aufgebaute Mauernische einbauen und kann sogar mehr Fläche für Grillgut bieten.

Grillplatz im Garten selber bauen – Benötigte Materialien

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Das Anlegen eines Grillplatzes erfordert vorher eine Auswahl an Materialien. So wie der Untergrund sollte auch der eigentliche Grill den Vorgaben des Brandschutzes entsprechen und kann je nach Geschmack ebenfalls aus Steinplatten, Pflastersteinen oder auch aus Klinker bestehen. Diese haben den Vorteil, dass auch den Witterungen draußen gut überstehen. Darüber hinaus sie speichern die Sonne und spenden in den kühlenden Abenden Wärme. Backstein passt zu jedem Garten und schafft geborgene Atmosphäre. Durch ein bisschen eigener Kreativität und handwerklichen Geschick entsteht ein wundervoller und praktischer Grillplatz aus roten Natursteinen in den mediterranen, modernen oder englischen Garten.

Einen Grillplatz im Garten planen

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Wird die Wahl von Material, Form und Größe einmal getroffen, kann man zum Bauplan vorgehen. Ein Grillplatz benötigt stabiler, ebener Boden für die weitere Konstruktion. Diese, wie der Grill selbst kann aus Klinker bestehen, aus Holz darf dieser aber auf gar keinen Fall gebaut werden, da es zu brandfällig ist. Um festzustellen, wie groß der eigentliche Grillplatz werden sollte, muss man zuerst einen Grillrost kaufen. Er dient zu Orientierung und wird später als funktionales teil eingesetzt. Zusätzlicher Platz als Ablage für Besteck, Teller und Grillgut kann ebenfalls vom Vorteil sein. Hier bieten wir beispielsweise einen Baumplan mit den folgenden Maßen an.

Grillplatz im Garten selber bauen – Schritt-für-Schritt Anleitung

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Klinkersteine eignen sich perfekt für den Selbstbau eines Grillplatzes, da sie vor allem feuerfest sind. Außerdem muss man kein gelehrter Maurer sein, um diese rechteckig zu setzen. Je nachdem wo der Grillplatz aufgebaut wird, sind unterschiedliche Materialien benötigt. Am besten wird der Grill an einer Außenwand aufgebaut oder man baut neben ihm eine kleine Mauer auf. Diese wird zum Windschutz dienen und die Anlage vom Rest des Gartens trennen.

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Der Untergrund lässt sich mit Steinplatten, wie die normalen Terrassenplatten in Sand verlegen. Möchte man ein stabiler und nachhaltiger Boden, könnte beispielsweise eine Betonplatte als Fundament dienen. Diese muss jeddoch immer, fest, gerade und eben sein. Zuerst sollte eine Grube in den Maßen des Grillplatzes ausgehoben werden, in der Tiefe Steine angelegt und mit Zementmörtel gegoßen. Passender Zementmörtel und Infos zur benötigten Menge bekommt man im Baumarkt, wenn man die eigentliche Größe des Grills genau angibt. Grundsätzlich dürfte ein Feuerraum immer nur mit feuerfestem Schamottemörteil gemauert werden. Dieser ist extrem hitzebeständig und hält bis zu 700 Grad stand.

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Einen Gartenplatz nach eigener Vorstellung zu mauern, erfordert Erfahrung und viel Fachwissen. Hat man aber einen Grillrost zur Hand und mit Klinkersteinen, lässt sich ein simpler, rechteckiger Grillplatz auch selbst gestalten. Zuerst setzt man die erste Reihe Klinker an einer Seite und arbeitet sich weiter vor. Zuerst muss man den passenden Zementmörtel angerührt haben und ihn großzügig zwischen den Klinkern verteilen. Am besten legt man eine circa 5 cm hohe Schicht Zementmörtel auf den Klinker und drückt den anderen obendrauf, sobald eine etwa ein Zentimeter breite Fuge übrig bleibt.

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Der übrig gebliebene Zementmörtel zwischen den Klinkern entfernt man mit einer Kelle und verwendet man weiter. Die zweite Rehe versetzt man um einen halben Stein, bringt den Mörtel an die Kante auf und die dritte Reihe legt man die Position der ersten Reihe an. Zusätzliche Elemente, wie eine Befestigung für den Sonnenschirm und Halterungen muss man beim Anlegen bedenken und einplanen, sonst sollte man darauf verzichten. Es ist eben auch der Punkt, Nischen und Ablagefläche zu schaffen.

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Beim Aufbau sollte man darauf achten, dass ausreichend Platz vorhanden ist. Einen Windschutz oder einen Sichtschutzzaun anzulegen,  kleine Mauer zu errichten hängt vor allem von dem individuellen Geschmack ab, aber auch von dem Platz auf dem Grundstück. Am geplante Standort darf der Grillplatz die Nachbarn nicht belästigen. Der Qualm nicht in die Wohn- und Schlafräume der Nachbarn zieht. Zuallererst muss man sich vorher über die lokale Verordnungen und Baubestimmungen am Wohnort informieren.

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Im Gemeindeamt im Wohnort kann geklärt werden, ob überhaupt und ab welcher Größe für den Aufbau eines Grillplatzes eine Baugenehmigung erforderlich ist. Je nach Gemeinde müssen frei aufgestellte Grillkamine im Garten vom örtlichen Schornsteinfeger nicht genehmigt werden. Anders sieht es aber bei Modellen aus, die an einen bestehenden Schornstein angeschlossen werden können.